EEB-KEB Forum: "Einsamkeit begegnen und was Bildung dazu beitragen kann"

Mittwoch, 5. Juni 2024, 10 - 16 Uhr, Hannover

Der Vormittag: Impulse, Austausch und Diskussion

10.00 Uhr: Begrüßung und Einstieg

Ulrike Koertge, Leiterin der EEB Niedersachsen
Gregor Piaskowy, Leiter der Landesgeschäftsstelle der KEB im Lande Niedersachsen e. V.

 

10.20 Uhr: Vorträge und Austausch

„Der Begriff Einsamkeit ist oft negativ behaftet, aber ich möchte das Stigma wegnehmen und mich anderen gegenüber öffnen, um es ihnen leichter zu machen, mit mir über das Thema zu reden.“

Debora Brickau ist Psychologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Psychologische Methodenlehre an der Ruhr-Universität Bochum.

 

Kontakt, Beziehungen und Verbundenheit sind wichtige 'Lebensmittel' für Menschen aller Generationen. Das Zusammenleben stellt  jedoch eine große Herausforderung dar, eine echte Lebensaufgabe. Harmonie kann nicht garantiert werden. Es ist kein Zufall, dass wir immer nach Mit-Streiterinnen und Mit-Streitern suchen, wenn wir uns gemeinsam mit anderen engagieren wollen. Die gute Nachricht: Gemeinschaft kann man lernen. Und: Es kann auch nicht schaden, sich in der Kunst des Alleinseins zu üben."

Karin Nell ist Diplom-Pädagogin, ehemalige Studienleiterin im Ev. Erwachsenenbildungswerk Nordrhein (eeb) sowie Mitbegründerin der Wohnschule in Köln und Düsseldorf. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Quartiers- und Organisationsentwicklung, Nachbarschaftskultur, Biografiearbeit sowie wohnen in Alter.


12.00 Uhr: Diskussion mit Expert:innen

Rüdiger Wala, Pressesprecher der Katholischen Kirche in der Region Hannover, im Gespräch mit:

  • Dr. Petra Potz befasst sich seit 20 Jahren freiberuflich mit integrierter Stadtentwicklung, in der neue Akteure und Planungsaufgaben zusammenkommen. Nach der Begleitung der Plattform "Kirche findet Stadt" arbeitet sie aktuell zum Einsamkeitsrisiko auf Quartiersebene.
  • Ulrike Hoff ist Bereichsleiterin der Stadtplanung Hannover.
  • Heiko Deppe ist seit 2020 Projektreferent beim Diakonischen Werk Hannover. Zu seinen Aufgaben gehört die Koordination von Projekten und innerbetrieblichen Maßnahmen. Er begleitet Kooperationen des Diakonischen Werks wie das Zahnmobil, die Clearingstelle für Gesundheit oder das Asphalt-Magazin.

 

12:45 Uhr: Mahl – Zeit // Begegnungs – Zeit

Das Mittagsessen bietet die Möglichkeit für Begegnungen und Gespräche.

 

Der Nachmittag: Workshops

 13:45 Uhr: Fünf Workshops finden parallel statt

 

1. Workshop: Einsamkeit geht alle an: Wie lassen sich Quartiere gegen das Einsamkeitsrisiko wappnen?

Wie können Quartiere gegen Einsamkeit wirken? Orte der Begegnung, die soziale Infrastruktur und Teilhabeangebote sind für das Zusammenleben im Sozialraum wichtig. Was sind konkrete Impulse für Ihr Handeln vor Ort?

Dr. Petra Potz ist Diplom-Ingenieurin und Stadtplanerin mit integriertem Ansatz.

 

 

2. Workshop: Praktische Übungen zur Stärkung der eigenen Resilienz

Mich selbst zu stärken setzt voraus, mich etwas besser zu kennen hinsichtlich meiner Bedürfnisse und meiner Stärken. Lassen meine Bedürfnisse mich träumen und erwachsen daraus Chancen? Können meine Stärken auch meine Fallen sein und mich einsamer machen? Ganz locker und leicht können sich durch Entspannungsübungen und kurze Austauscheinheiten neue Blickrichtungen auftun.

Antonia Heinrich ist Mediatorin und zertifizierte Stresstrainerin.

 

3. Workshop: Bewältigungsstrategien gegen Einsamkeit

Einsamkeit ist kein Stigma. Denn es gibt Gründe, warum Menschen sich einsam fühlen, die häufig nicht individuell begründet, sondern gesamtgesellschaftlichen Kontexten geschuldet sind. Debora Brickau und Peter Mohr befassen sich mit den Fragen, welche Risikogruppen und –faktoren es gibt und wann Einsamkeit chronische Züge annehmen kann. Darüber hinaus suchen sie nach Überwindungsstrategien: Was können Menschen der gefühlten Einsamkeit entgegensetzen? Was hilft, und was stärkt sie dabei?

Debora Brickau und Peter Mohr sind Psycholog:innen und arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeitende am Lehrstuhl für Psychologische Methodenlehre an der Ruhr-Universität Bochum.

 

 

4. Workshop: Der Einsamkeit konstruktiv begegnen: Herzenssprechstunde

Bei der Herzenssprechstunde handelt es sich um ein niedrigschwelliges und kreatives Kultur- und Bildungsprogramm. Es unterstützt  den Aufbau Sorgender Gemeinschaften in Nachbarschaft und Quartier. Das Programm  ermöglicht Menschen aller Generationen, Kulturen und Milieus, mit anderen ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen, Beziehungen aufzubauen und – sofern gewünscht – Miteinander aktiv zu werden.

Im Mittelpunkt steht das Herz: Es geht um Herzenssachen und um alles, was dem Herzen gut tut. Die Teilnehmenden erhalten kreative Impulse aus der Kunst, der Literatur, der Musik, aus Märchen, Gedichten und Geschichten; sie tauschen sich aber auch über Themen aus, die ihnen in ihrem Sozialraum am Herzen liegen.

Das Seminar richtet sich an hauptamtlich und freiwillig Engagierte aus der Sozial- und Kulturarbeit und aus der Quartiers- und Nachbarschaftsarbeit, die vor Ort Herzenssprechstunden auf den Weg bringen wollen. Vorgestellt werden das Konzept, bewährte Methoden und das Arbeitsmaterial. Außerdem werden Fragen zur praktischen Umsetzung und zur Weiterentwicklung beantwortet.

Karin Nell ist Diplom-Pädagogin, ehemalige Studienleiterin im Ev. Erwachsenenbildungswerk Nordrhein (eeb) sowie Mitbegründerin der Wohnschule in Köln und Düsseldorf. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Quartiers- und Organisationsentwicklung, Nachbarschaftskultur, Biografiearbeit sowie wohnen in Alter.

 

5. Workshop: Einsamkeit als Kraftquelle - Ein Bibliodrama-Workshop

Mit Leib und Seele einem biblischen Text begegnen, sich über den Kopf hinaus in der eigenen Lebensgeschichte berühren lassen…

In diesem Workshop erfahren wir mit Unterstützung von Körperarbeit, kreativen Methoden und der Interaktion mit den anderen Teilnehmenden einen Bibeltext auf besondere Weise.

Ilona Hassebrauck ist Diakonin, Sozialpädagogin und Lehrbibliodramaleiterin (GfB)

 

 

16.00 Uhr: Ende


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