Mehr als ein Raum - Meine Kirche verstehen
Mehr als ein Raum – meine Kirche verstehen
Mit dieser Absicht, ihre Kirche besser zu verstehen und Auskunft geben zu können, versammelten sich die Teilnehmenden zum ersten von zwei Fortbildungsabenden im Haus der Kirche in Seesen.
In einem Parforceritt durch die römische Geschichte der ersten drei Jahrhunderte vermittelte die Referentin Karin Breuninger spannendes Hintergrundwissen über die Frühgeschichte des Christentums und die politischen Voraussetzungen für die ersten Kirchenbauten nach Erlass des Mailänder Toleranzediktes von Konstantin im Jahr 313.
Erste Kirchenbauten übernahmen die bereits existierende, unverdächtige Bauform der Basilika, so fielen sie nicht so auf und boten weniger Angriffsfläche Die Kirchbauten lösten die Privaträume als Treffpunkte christlicher Gemeinden ab und beherbergten das Christsein in Gemeinschaft, Verkündigung und Nächstenliebe. Sie dienten als Versammlungsraum für die Gläubigen zum Gebet, boten die Möglichkeit der Verkündigung und für Gemeinsames Abendmahl.
„Welche Symbole finden Sie? Welche kennen Sie?“ Mit dieser Frage wurden die Teilnehmenden der Fortbildung im zweiten Teil des Abends durch das Kirchengebäude von St. Andreas in Seesen geschickt. Zusammengetragen und erläutert wurde das Gefundene dann im - besser geheizten - Gemeinderaum.
Welche Bedeutung hat zum Beispiel der Fisch, der inzwischen ja häufig an Autos als Aufkleber zu sehen ist? Ichthys – das griechische Wort für Fisch, gilt in seinen Anfangsbuchstaben als frühestes Glaubensbekenntnis der Christenheit:
Iesus
Christos
Theou – Gottes)
Yios - Sohn
Soter - Erlöser, Retter
Dies war nur eines der Symbole, deren Sprache im Laufe des ersten Abends der Fortbildung „Meine Kirche verstehen“ entschlüsselt wurde. Karin Breuninger verteilte eine Playmobilfigur, einen Löwen, einen Stier und einen Adler und bat die Teilnehmenden, ihnen Eigenschaften zuzuordnen. Danach erläuterte sie, wie die Zuordnung dieser Symbolfiguren zu den vier Evangelisten zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert zustande gekommen ist, eine Zuordnung, die sich bis heute findet und die in Venedig mit dem Markusdom und dem geflügelten Löwen als Wahrzeichen der Stadt ihre vielleicht berühmteste Ausprägung gefunden hat.
Mit großer Vorfreude auf dem zweiten Abend der Fortbildung, in der Informationen über Baugeschichte und -stile, die Bedeutung von Engeldarstellungen sowie der liturgischen Farben im Mittelpunkt stehen werden, gingen die Teilnehmende angeregt auseinander
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